„Eine Entscheidung für Europa, die am Herd gefällt wurde“, titelt der Volkskrant. Der Verkauf des Kabel-Riesen Draka an das italienische Unternehmen Prysmian und nicht an den chinesischen Rivalen Xinmao, wurde von Fentener van Vlissingen beschlossen, einer der reichsten Familien der Niederlande, die 48,5 Prozent der Anteile des Kabelherstellers besitzen. Hierbei handelt es sich aber gleichzeitig um eine strategische Entscheidung für Europa, denn Draka ist einer der Weltmarktführer in einem High-Tech-Sektor, der für die Telekommunikation, die Verteidigung und die Luftfahrt unentbehrlich ist und zu dem auch Glasfaserkabel gehören. Das Kaufangebot von Xinmao war höher als das von Prysmian, hatte aber bei den Europäern Furcht darüber ausgelöst, dass die Chinesen technologisches Know-How und Patente erwerben. Nunmehr muss die Europäische Kommission darüber entscheiden, ob diese Übernahme dem europäischen Kartellrecht entspricht.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.