La Vanguardia, 7. Januar 2011
„Die Truppen werden dieses Jahr Afghanistan verlassen“, verkündet La Vanguardia. Am 6. Januar erklärte die Verteidigungsministerin Carme Chacón, sie hoffe „bald mit der Machtübertragung an die afghanische Regierung zu beginnen“. Seit 2001 sind 1500 spanische Soldaten im Rahmen der ISAF, der internationalen Sicherheitsunterstützungstruppe der NATO, in Afghanistan stationiert. Die Ankündigung erfolgte am militärischen Festtag Pascua Militar, dessen Vorsitz König Juan Carlos im Königspalast in Madrid führte, „erstmals während sich das Land im Notstand befindet“, wie die Tageszeitung aus Barcelona anmerkt. Der Notstand ist seit dem Fluglotsenstreik im Dezember in Kraft.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.