De Morgen, 6. Januar 2011
„Resultat nach 207 Tagen: NICHTS“, beklagt De Morgen. Am 5. Januar lehnten zwei flämische Parteien, die nationalistische N-VA und die christdemokratische CD&V, den am Vortag von Vermittler Johan Vande Lanotte vorgelegten Kompromissvorschlag zur Staatsreform ab. 207 Tage nach den Wahlen hat Belgien also immer noch keine Regierung. Die Versammlung der flämischen und frankophonen Parteien erinnerte an „eine verlassene Cowboystadt, in der sich zwei Clans auf ein Duell vorbereiten“, schreibt die flämische Tageszeitung. Mangels Einigung sind die Verhandlungen in einer Sackgasse gelandet, stellt De Morgen fest und fragt sich, ob eine Neuwahl veranstaltet oder lieber eine Notregierung eingesetzt werden sollte.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.