„Schon üben Europas Gläubiger wieder Druck aus“, titelt Les Echos. Die kurze Verschnaufpause zu Weihnachten ist kaum vorbei, da muss Portugal (das in ernsthaften Haushaltsschwierigkeiten steckt und noch immer nicht um internationale Hilfe gebeten hat) bis zu 80 Prozent mehr Zinsen als bei seiner letzten Anleihen-Ausgabe zahlen. Andere Länder haben das Jahr ebenfalls mit einer Anfrage an die Märkte begonnen. Für Les Echos folgt: „Die politische Tagesordnung Europas steht unter dem Druck der Märkte“. So treffen sich die französische Wirtschaftsministerin Christine Lagarde und ihr deutscher Kollege Wolfgang Schäuble noch vor dem Treffen der Eurogruppe und des Ecofin-Rates am 17. und 18. Januar in Straßburg. Besprechen möchten sie die Möglichkeiten eines makroökonomischen Regelsystems für die Länder der Eurozone.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.