Gândul, 5. Januar 2011
„Wie sieht Rumänien im Jahr 2050 aus?“, fragt sich die Tageszeitung Gândul. Das Bild des Roma-Kindes auf der Titelseite liefert schon eine Antwort. Denn die Geburtenrate in Rumänien mag zwar bei 1,3 Kindern pro Frau liegen, doch bei den Roma bekommt jede Frau im Durchschnitt 3 und bei den Magyaren 1,2 Kinder. Von den heute 21,4 Millionen könnte die Einwohnerzahl Rumäniens bis 2050 also auf 15 Millionen sinken, mit im Verhältnis stärker gewichteten Minderheiten. Gândul stellt hierzu eine Parallele zur Bevölkerung der Vereinigten Staaten auf, in der die weißen „Caucasians“ bis 2050 den heutigen Minderheiten, insbesondere den Lateinamerikanern, zahlenmäßig unterlegen sein werden.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.