„Frankreichs 35 Stunden“ gegen „Deutschlands Vollbeschäftigung“? Dieses Duell kündigt La Tribune an. Regierung und Unternehmen meinen, dass die in diesen Tagen von Manuel Valls (möglicher sozialistischer Kandidat für die Präsidentschaftswahlen 2012) wiederbelebte Debatte um die 35-Stunden-Woche eigentlich nicht mehr nötig ist. Selbst Arbeitsminister Xavier Bertrand ist der Meinung, dass Frankreich „sich bereits von der drückenden Last der 35 Stunden befreit habe“, erinnert die Zeitung. Dagegen sorgt man sich im Industrieministerium, dass „die Kosten französischer Arbeit, diejenigen Deutschlands einholen – unserem wichtigsten Partner und Handelskonkurrenten“, erklärt das Wirtschaftsblatt. Ein Wirtschaftsexperte erklärt, dass „die 35 Stunden einen Keil in die deutsch-französische Harmonie getrieben haben“.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.