La Tribune, 3. Januar 2011
„Roubinis Sicht auf 2011“, titelt La Tribune. Der renommierte Wirtschaftsexperte, der die Subprime-Krise vorhergesagt hatte, erklärt gegenüber der Zeitung, dass die Industrieländer im neuen Jahr ein geschwächtes Wachstum, die aufstrebenden Länder eine erhöhte Inflation ertragen müssen. Jedoch ist vor allem die Währung ausgesprochen instabil, was zum „Ausstieg der schwächsten Mitglieder der Eurozone“ führen könnte. Nouriel Roubini ist davon überzeugt, dass die Sparpläne und die „schmerzhaften aber notwendigen“ Reformen fortgeführt werden müssen, um die Probleme der Staatsverschuldung in den Griff zu bekommen; sei dies nun in Griechenland, Irland, Spanien oder Portugal.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.