The Guardian, 3. Januar 2011
„Der Wohlfahrtsstaat wird immer teurer, und die Koalition kalkuliert die Kosten der Sparpolitik“, titelt The Guardian und erklärt, dass „die Zunahme der Arbeitslosigkeit den Staat um zusätzliche 1,5 Milliarden Pfund [1,74 Milliarden Euro] für Arbeitslosen- und Wohngeld belasten wird.“ Die Zeitung schätzt, dass insbesondere die Erhöhung der Mehrwertsteuer am 4. Januar von 17,5 auf 20 Prozent dafür verantwortlich sei und eine Verlangsamung des Wachstums nach sich ziehen werde. The Guardian glaubt, dass dies am ersten Wochenende des neuen Jahres einen „Kaufrausch“ anlässlich des Winterschlussverkaufes ausgelöst habe.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.