Die frisch ins Europaparlament gewählte Andrea Češková irritiert die tschechische Presse. Der Grund: Während der Wahlkampagne "verheimlichte" sie der Demokratischen Bürgerpartei ODS, dass diese hochschwanger war. "Mit Andrea (schwanger) nach Europa", titelt Lidové Noviny in ironischer Anspielung auf die Kampagne. Die Reaktionen sind indes zweideutig. "Wir wussten von nichts. Sicher wird sie ihre Rolle als Mutter ebenso gut wie die als Abgeordnete erfüllen", versichern einige ODS-Mitglieder. Der Vizechef der Partei David Vodrážka erklärt, dass "eine positiv wahrgenommene Schwangerschaft auch als instrumenalisiert hätte gedeutet werden können". "Schwanger sein ist kein Verbrechen, aber man kann nicht so richtig glauben, dass ihr Mandat etwas anderes sein wird als ein lukrativer Mutterschaftsurlaub", urteilt die Prager Zeitung.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.