Es ist geschafft: Der Haushalt für 2011 wurde endlich abgesegnet, berichtet Ta Nea. In einer politisch äußerst angespannten Stimmung akzeptierten die Abgeordneten der einzigen Mehrheit neue Einsparungen in den öffentlichen Ausgaben, Sparmaßnahmen für die Arbeitnehmer börsennotierter öffentlicher Unternehmen und neue Steuererhöhungen. Mit diesem Haushalt soll das Jahresdefizit von den 9,4 Prozent des BIP im Jahr 2010 auf 7,4 Prozent reduziert werden. Nur dann erfülle man die Bedingung des Internationalen Währungsfonds und erhalte ein neues Hilfspaket. Abgestimmt wurde trotz der erneuten Demonstrationen gegen die Regierung und den IWF in ganz Athen. „Die Regierung läuft auf einem Minenfeld“, titelt die Tageszeitung, laut der „im nächsten Jahr ein Berg von Problemen auf die Exekutive wartet“. Beispielsweise werden einige Wirtschaftszweige dem Wettbewerb ausgesetzt werden.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.