"Endlich ist es da: Das neue Arbeitsvertragsgesetz", kündigt das estnische Tagesblatt Eesti Päevaleht an. Der Text lockert die Bedingungen für eine Kündigung erheblich. Der Arbeitgeber kann seinem Angestellten nunmehr einfach eine SMS oder eine E-Mail mit der "Benachrichtigung der Kündigung" schicken. "Eine Sache ist momentan sicher, kommentiert die Zeitung: Die Beziehungen am Arbeitsplatz werden genauso gespannt sein, wie die Saiten auf einem gut geschraubten Instrument. Der Grund dafür ist die heutzutage immer einfacher und preiswerter werdende Kündigung." Das Gesetz geht davon aus, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichwertige Partner sind und dass alles nur eine Frage von Verhandlung ist. "Leicht gesagt, schwer getan", meint Eesti Päevaleht. "Ein Arbeitnehmer, der weder [juristische] Grundkenntnisse, noch die Verhandlungskunst beherrscht, befindet sich in einer schwierigen Situation."
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.