Der 1. Juli ist in Rumänien der Tag "des Wandels, der Senkungen und der Erhöhungen", verkündet Adevarul auf seiner Titelseite. Die Bukarester Zeitung zählt die zahlreich Gründe zur Freude auf: die Senkung des Gaspreises um fünf Prozent, Senkung der Roaming-Gebühren für Mobiltelefone, Erhöhung der Berechnungsgrenze für Medikamentenerstattung, wodurch 550.000 Rentner die Gesundheitsvorsorge wahrnehmen können, und schließlich ein stabiler Tarif für Elektrizität. Eine weitere gute und mit Ungeduld erwartete Neuigkeit ist die Einführung der gütlichen Einigung bei leichten Verkehrsunfällen. "Jetzt brauchen wir keinen Polizeibeamten mehr, um unseren Bericht zu schreiben", freut sich Adevarul. Dennoch beklagt die Zeitung, dass die Pflichtversicherung für Wohnungen aufgeschoben wurde. Und außerdem: die Erhöhung der Tabakpreise.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.