„Verschwunden in Europa.“ Unter dem TAZ-Titel, die Fotos von fünf Gegnern Alexander Lukaschenkos bei der Präsidentschaftswahl, eines Anwalts für Menschenrechte und einer Journalistin. Sie alle wurden während oder nach den Demonstrationen vom 19. Dezember gegen den Wahlausgang verhaftet oder vom Geheimdienst entführt. Die Verschleppung Oppositioneller erinnere an das Weißrussland Ende der 90er Jahre und zeige, dass die Öffnung der Landes nur ein kurzes Zwischenspiel war, bemerkt die Berliner Tageszeitung. „Die EU muss sich nun fragen lassen, wie sie künftig mit ihrem autokratischen Nachbarn verfahren will“, meint die TAZ und sieht nur einen Weg: die Unterstützung der Zivilgesellschaft, am besten durch „die längst überfälligen Erleichterungen bei der Visavergabe.“
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.