El País, 17. Dezember 2010
„Um den Euro zu stärken, wird der Rettungsschirm der EU dauerhaft“, titelt El Pais. Am 16. Dezember, erklärt die Tageszeitung aus Madrid, haben die 27 Staaten einer „Mini-Reform" des Lissabonner Vertrages zugestimmt, um den dauerhaften Stabilitätsfonds in einen „klaren und knappen“ Text einzugliedern. In den Augen von El País ist dies für Angela Merkel ein „Erfolg“. Die Zeitung berichtet auch, dass die „Europäische Zentralbank für die Finanzmärkte ein Signal gesetzt hat, indem sie ihr Kapital verdoppelt hat", das von 5,7 auf 10,7 Milliarden Euro angehoben wurde. Diese „positiven Botschaften“ machten nach Wochen „profunder Zweifel und bitterer Polemiken“ Freude.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.