„Sensible Viertel: 43 Prozent der jungen Männer sind arbeitslos“, betitelt Le Monde den Bericht der Behörde, welche die sensiblen städtischen Zonen überwacht (Observatoire des zones urbaines sensibles, kurz: ONZUS). Für 2009 „sind die Zahlen erschreckend“, schreibt die Zeitung. Dem Bericht nach herrscht „eine immer angespanntere Situation in den 751 sensiblen städtischen Zonen: Ganz gleich ob es sich dabei um die Arbeitslosenquote [verglichen mit dem Landesdurchschnitt doppelt so hoch], um die Zahl der an der Armutsgrenze lebenden Menschen, schulische Erfolge oder die Sicherheit handelt.“ Und das Tagesblatt kommentiert: „Fünf Jahre nach den Unruhen vom Herbst 2005, die schonungslos ans Licht brachten, wie weit die republikanischen Versprechen von ihrer Umsetzung entfernt sind, hat sich an der schwierigen Situation in den sensiblen Vierteln noch immer nichts geändert.“
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.