„Fariñas Stuhl blieb leer“, titelt Gazeta Wyborcza am Tag nach der Verleihung des Sacharow-Preises 2010 für Menschenrechte im Europäischen Parlament. Der Preis ehrt den 48-jährigen kubanischen Dissidenten Guillermo Fariñas, dem die Behörden in Kuba verboten hatten, nach Straßburg zu reisen. Eine kubanische Flagge bedeckte seinen leeren Stuhl. In einer Botschaft an die EU-Abgeordneten schrieb Fariñas, dass die kubanischen Machthaber die Inselbewohner wie „Sklaven“ behandeln. Er sagte auch, dass er als „Vertreter des rebellierenden kubanischen Volkes und der kubanischen Bürger, die ihre Furcht vor der totalitären Regierung verloren haben“ sehr gern selbst nach Straßburg gekommen wäre. Zudem gelobte er, seinen Kampf fortzusetzen. Im vergangenen Januar war Fariñas in einen 135 Tage dauernden Hungerstreik getreten, um die Befreiung von 42 inhaftierten kubanischen Oppositionsmitgliedern zu erwirken.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.