„Die Schuld meiner Kirche“ lautet die Schlagzeile auf dem Titelblatt der Gazeta Wyborcza. Sie bezieht sich auf ein offenes Schreiben des legendären Paters Ludwik Wiśniewsk, der unter anderem als Pater der demonstrierenden Studenten in der kommunistischen Ära zu Berühmtheit gelangte, an den apostolischen Nuntius in Polen, Erzbischof Celestino Migliore. In seinem Brief bedauert Wiśniewski die Haltung der katholischen Kirche Polens und hebt hervor, dass einige Mitglieder des Episkopats offensichtlich „Initiativen unterstützen, die als heidnisch zu bezeichnen sind, denn sie schüren die Spaltung der Gesellschaft und der Kirche.“ Darüber hinaus sei die Hälfte der polnischen Priester „mit dem Virus der Fremdenfeindlichkeit, des Nationalismus und versteckten Antisemitismus infiziert“. Pater Wiśniewski wirft seinen Kollegen zudem vor, sie wüssten nicht, „wie man mit einer sich ständig ändernden Welt kommuniziert“ und beklagt „die Verwischung der Grenzen zwischen Evangelium und Politik.“
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.