„Die EU sucht nach neuen Methoden, um ihre Währung zu stärken“, titelt Público vor dem europäischen Rat am 16. und 17. Dezember. Die Madrider Tageszeitung meldet, dass auf der Tagesordnung des Gipfeltreffens die Angleichung der Wirtschafts- und Finanzpolitik sowie die Erneuerung der EU-Grundlagen, vor allem des Vertrages von Lissabon stehe. Der Euro ist „eine Währung auf der Suche nach ihrem Land“, spöttelt Público über die zur Zielscheibe gewordene Einheitswährung. Diese lasse die Schwäche einer Währungsunion erkennen, die unter „einer schlechten politischen Koordinierung, einer nicht vorhandenen Integration und dem Fehlen einer europäischen Kontrolle leidet“. Für die Tageszeitung könnte die Rettung von der EZB kommen, wenn sie „nach dem Vorbild der Fed (amerikanische Zentralbank) eine stärkere Rolle einnehmen würde.“
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.