„Die Deutschen wollen die Tschechen überzeugen: Tretet in den Euro ein und zahlt”, berichtete die Lidové noviny am 11. Dezember. Nach Angaben der Prager Tageszeitung hatte Angela Merkel dem tschechischen Ministerpräsident Petr Nečas und seinem polnischen Amtskollegen Donald Tusk vorgeschlagen, Krone und Zloty gegen den Euro einzutauschen. „Der Beitritt von ‚haushaltstechnisch verantwortungsbewussten’ Ländern zur Eurozone würde die Position der Nordländer (Deutschland, Österreich, Niederlande) verstärken, die in der Debatte um die Zukunft des Euro den für ihre Ausgabefreudigkeit bekannten Südländern gegenüberstehen, allen voran Frankreich.“ Das Angebot blieb jedoch bis jetzt unbeantwortet, so die Lidové noviny, die weiter feststellt, dass „die Zeiten, als die Eurozone ein prestigereicher Club mit strikten Beitrittsbedingungen war“, heute vorbei sind.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.