„Die Vermessung des Glücks“, ist diese Woche Priorität beim Freitag, der das Ende des BIP als Indikator für das Wohlergehen eines Volkes zu seinem Wochenthema macht. Auch wenn die Grenzen des Wachstums seit rund 40 Jahren bekannt seien, dringe dieses Wissen nur schwer zur deutschen Politik durch. Dort regiert die Physikerin Angela Merkel, die, von den internationalen Lobgesängen auf das deutsche Wachstum ermutigt, wieder an (Wirtschafts-) Wunder glaubt. „Umso mehr wirkt der deutsche Tanz ums Bruttoinlandsprodukt wie aus der Zeit gefallen“, bedauert die Wochenzeitung. Ein amtlich geführter Zufriedenheitsindex sei allerdings zu vermeiden. Er ersetze die „Demokratie durch eine Statistik-Technokratie“, in der das Glück als politisches Ziel herbeimanipuliert würde. Der Glücksindex bleibe Sache der Wissenschaft.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.