„Europa jagt Steuerflüchtige“ titelt Il Sole 24 Ore nach dem Beschluss der Finanzminister des Ecofin (Rat für Wirtschaft und Finanzen), das Bankgeheimnis abzuschaffen. Das Richtlinien-Projekt soll „die Amtshilfe zwischen den Staaten und den Informationsaustausch zur Direktbesteuerung intensivieren, um Steuerflucht und –betrug zu bekämpfen“. Wie das Wirtschaftsblatt erklärt, werden die Mitgliedsstaaten nach der Überarbeitung der Direktive (die ebenfalls für die Abkommen mit der Schweiz gültig sein wird) anderen Ländern nicht mehr Informationen über Steuerzahler verheimlichen können. Indessen konnten sich die Minister nicht auf die von Paris und Berlin geforderte Besteuerung der Banken einigen. Während die einen an ihrer Gültigkeit zweifeln, haben zehn andere Länder bereits eine vergleichbare Maßnahme ergriffen.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.