Wie De Volkskrant berichtet löst ein jüngster Aufruf des ehemaligen EU-Kommissars Frits Bolkestein heftige Diskussionen aus: Die jüdisch-orthodoxen Niederländer sollen das Land verlassen und „in die USA oder nach Israel auswandern“, weil es in ihrem Land „keine Zukunft für sie gebe“. Die Tageszeitung weist darauf hin, dass die Äußerungen des ehemaligen Vorsitzenden der Liberalen in einem den niederländischen Juden gewidmeten Buch mit dem Titel Het Verval (deutsch: Der Niedergang) von Manfred Gerstenfelds zitiert und am Vortag von der Tageszeitung De Pers wiederholt wurden. Das Blatt unterschlug jedoch das Adjektiv „orthodox“. Bolkestein fügte dort hinzu, dass die Bedrohung für die niederländischen Juden von den marokkanischen Einwanderern ausgehe, die schlecht integriert und von Grund auf antisemitisch seien. Es ist nicht das erste Mal, dass Bolkestein – dessen Name die berühmte Dienstleistungsrichtlinie trägt – im Zentrum der Auseinandersetzungen steht, fügt De Volkskrant hinzu. Seine jüngsten Äußerungen wurden von der israelischen Presse aufgegriffen, die auch über die Reaktion des Populisten-Chefs Geert Wilders berichtet. Auf seiner gegenwärtigen Israel-Reise erklärte dieser, dass „es die antisemitischen Marokkaner sind, die auswandern sollten“.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.