„Russland macht einen Schritt auf Polen zu”, titelt Gazeta Wyborcza am Tag nach dem Warschau-Besuch des russischen Präsidenten Dmitri Medwedew. Ohne Zweifel haben sich die Beziehungen zwischen beiden Ländern verbessert. Auch wenn die Kommentatoren betonen, dass es noch keine konkreten Ergebnisse gibt. „Dank der Entspannung der polnisch-russischen Beziehungen ist in der von Angst und Verbitterung geprägten Außenpolitik nun Raum für nationale Interessen“, schreibt die Warschauer Tageszeitung begeistert. Das könnte auch dazu führen, dass EU und Russland harmonischer zusammenarbeiten. EUobserver berichtet, dass die EU und Russland beim Brüsseler Gipfel am 7. Dezember ein Memorandum unterzeichnen werden, in dem die Union einige ihrer Einwände gegen Russlands WTO-Beitritt aufhebt. Wie es Stefan Füle – EU-Kommissar für Erweiterung und Europäische Nachbarschaftspolitik – formuliert, könnte dieser Schritt auch ein weiteres Zeichen für „den psychologischen Prozess der Aussöhnung nach dem Kalten Krieg“ sein.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.