Unter dem Titel „Das letzte Gefecht. Wie Europa seine Währung ruiniert“ zeichnet der Spiegel ein düsteres Bild von der Zukunft des Kontinents. „Die Regierungen retten und retten, aber sie werden der Krise nicht Herr.“ Die politischen Eliten präsentierten sich „kleingeistig, zerstritten, überfordert“ und begünstigten damit einen Finanzcrash, der die Folgen der Lehman-Pleite leicht in den Schatten stellen könnte. Da die Staatenrettungen nicht mehr ausreichten, sinnt die Eurogruppe nun über mehrere Optionen nach: eine generelle Garantie für Staatsanleihen – das Undenkbare – rücke in Deutschland in den Bereich des Möglichen; oder die Schaffung von Euro-Bonds, die die Länder der Eurozone gemeinsam auf den Markt bringen und somit auch einer gemeinsamen Bonität unterliegen, was von Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker und Italien vertreten werde. In jedem Fall werde Deutschland für die Fehler und Versäumnisse der Vergangenheit zahlen müssen. Laut Spiegel wisse aber niemand, ob die Bevölkerung das akzeptieren wird.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.