„Wird Cantona die Banken hochgehen lassen?“ fragt sich La Tribune auf der Titelseite nach dem Aufruf des Ex-Fußballers an die Europäer, sie sollten ihr gesamtes Geld am 7. Dezember von den Banken abheben. In einem Anfang Oktober von der Lokalzeitung Presse Océan aufgezeichneten Video erklärte Eric Cantona, dass dies „seiner Meinung nach die einzige Möglichkeit ihre Verärgerung zu zeigen, denn Streiks und Demonstrationen bringen rein gar nichts.“ „Das Risiko von langen Warteschlangen vor den Bankfilialen scheint gering“, schreibt die Wirtschaftszeitung, "aber der Erfolg des Aufrufes zeugt vom Imageschaden der Banken und der Notwendigkeit, ihr Ansehen wieder herzustellen". El País ergänzt, dass die Initiative Cantonas von der Aktion StopBanque übernommen wurde, glaubt allerdings, dass es schwierig werden dürfte, die notwendige kritische Masse zu erreichen, um die Banken in die Knie zu zwingen. Die Zeitung weist außerdem auf, dass Banken zwei Prozent des Sparvermögens bereithalten müssen, um einen Crash des Bankensystems zu verhindern, sollten die Sparer ihr Geld abziehen – eine als "weit entfernt" bezeichnete Hypothese.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.