La Vanguardia, 3. Dezember 2010
„Die EZB beruhigt die Finanzmärkte, indem sie Schulden aufkauft.", titelt La Vanguardia. Am 2. Dezember verkündete die Europäische Zentralbank, dass sie weiterhin Staatsanleihen aufkaufen würde, um zu verhindern, dass die Staaten in Zahlungsverzug kämen. Die Tageszeitung ist in ihrem Leitartikel der Ansicht, dass die EZB ein „Rettungsnetz für den Euro“ ist und ihre Entscheidung „maßgebend war, jetzt den Finanzsturm zu beschwichtigen, der in den letzten Tagen über die Europäische Union hinwegfegte“. Trotzdem sei es notwendig, dass sie „ausreichend Liquidität bereitstelle, um die Spekulanten zu stoppen, die die Stabilität mehrerer Länder und die des Euro selbst gefährden“, schließt La Vanguardia.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.