„Willkommen in Deutschland“, wünscht das Handelsblatt auf seinem Titel. Begrüßt werden die potentiellen ausländischen Bewerber auf qualifizierte Stellen in der deutschen Industrie. Denn die Arbeitskräfte sind hier knapp. Darum bricht Arbeitsministerin Ursula von der Leyen jetzt „ein Tabu“. Im Interview mit dem Wirtschaftsblatt kündigt sie an, dass der Vorrang von deutschen Bewerbern gegenüber ausländischen Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt entfallen soll. Das Vorhaben betrifft in erster Linie die „Mangelberufe“ Mediziner und Ingenieure im Schlüsselsektor der Maschinen- und Automobilindustrie. Die Industrie ist erleichtert, bemerkt das Handelsblatt. Nur der Ministerpräsident des wirtschaftsstarken Bayerns, Horst Seehofer, hat kein Verständnis „für die Forderung nach weitergehender Zuwanderung aus fremden Kulturkreisen.“
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.