„Moldau hat den Kommunismus besiegt“ hieß es auf dem Titelblatt des Timpul wenige Stunden nach der Schließung der Wahllokale für die Parlamentswahlen. Die Zeitung gründete sich dabei auf die Umfragen bei den Wählern nach dem Urnengang, aus denen die Allianz für die Europäische Integration (AEI) als Sieger hervorging. Doch, wie in der Online-Ausgabe der Zeitung erklärt wird, erhielt die AEI nach Auszählung fast aller Stimmen nur 57 von 101 Sitzen, die Kommunistische Partei 44 Sitze. Keine von beiden verfügt also über die nötigen 61 Abgeordneten, um einen Präsidenten zu wählen und das Land aus dem Instabilitätsklima zu ziehen, in dem es seit über einem Jahr steckt. Es zeichnen sich nun zwei Möglichkeiten ab, so Timpul: „Der Verrat“ der Liberaldemokraten, deren 31 Abgeordnete die AEI verlassen, zu den Kommunisten übertreten und mit ihnen eine Mehrheit bilden könnten, oder „vorgezogene Wahlen“.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.