„Mas wird regieren“, titelt die Tageszeitung La Vanguardia am Morgen nach den Regionalwahlen in Katalonien, bei welchen die gemäßigten Nationalisten mit der Partei Convergencia i Unió (CiU) und ihrem Kandidaten Artur Mas einen „unanfechtbaren Sieg“ davontrugen. Die CiU erhielt 62 der 135 Sitze im Regionalparlament, auf Kosten der Koalition aus Sozialisten, Ökosozialisten und Linksrepublikanern, die statt 70 nur noch 48 Abgeordnete stellt. Mit 18 Abgeordneten steht die konservative Volkspartei an dritter Stelle. Die Tageszeitung aus Barcelona erinnert daran, dass die CiU für Katalonien einen wirtschaftlich und finanziell unabhängigen Sonderstatus vorgeschlagen hat, ähnlich wie für das Baskenland. Weiter heißt es, durch die Wahl werde man wohl „das politische, wirtschaftliche und soziale Klima in Katalonien und Spanien neu aufbauen“ und „einen Ausweg aus der Sackgasse“ finden, in welche das Verfassungsgericht den „Status“ der Region gebracht hat.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.