„Enthüllt. Wie Amerika die Welt sieht“, titelt der Spiegel. Wie die New York Times, der Guardian, der Monde und El Pais hat das deutsche Nachrichtenmagazin die 250.000 Geheim-Berichte des US-Außenministeriums studiert, bevor Wikileaks sie am 28. November veröffentlichte. Washingtons Diplomaten sparen nicht mit Kommentaren. So erfährt der Leser, dass Angela Merkel mit der Anmerkung „Meidet das Risiko, selten kreativ“ versehen wurde; dass Nicolas Sarkozy ein „Kaiser ohne Kleider“ ist, dass Silvio Berlusconi sich gerne in „wilden Partys“ erschöpft und Wladimir Putin der „Alpha-Rüde“ der russischen Meute bleibt. Die Wikileaks-Dokumente zeigen auch, dass amerikanische Diplomaten beauftragt wurden, persönlich Daten, mitunter sogar die DNA, diverser Diplomaten und ausländischer Würdenträger zu beschaffen, sowie die von UNO-Beamten und NGO-Vertretern.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.