Das nächste Land, dem der Bankrott droht, ist weder Irland noch Spanien, sondern... Rumänien. „Der Internationale Währungsfonds macht uns Angst, indem er mit der Argentinisierung Rumäniens droht“ titelt Adevărul über den Worten des IWF-Chefs. Dominique Strauss-Kahn hatte nämlich im Schweizer Fernsehen TSR anklingen lassen, dass für Länder wie Griechenland, Irland, Lettland, Ungarn und Rumänien, die der Sparpolitik nicht ausreichend nachkommen, „das Ende der Zahlungen direkt bevorsteht. Wir stehen vor dem Abgrund.“ Andererseits zitiert die Tageszeitung beruhigende Aussagen der rumänischen Zentralbank und beschuldigt Strauss-Kahn, den Wahlkampf für die Wahl des französischen Präsidenten 2012 vorzubereiten. Dennoch lässt sie nicht aus, dass Rumäniens Wirtschaft genauso wie die griechische und die irische im dritten Trimester 2010 geschrumpft ist.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.