La Vanguardia, 26. November 2010
„Europa fordert, dass Spanien seine Reformen schneller vorantreibt", titelt La Vanguardia am Ende einer Woche, in der es wegen des Drucks der Finanzmärkte „keinen einzigen ruhigen Tag“ für die spanische Wirtschaft gegeben habe. In einem Interview in der katalanischen Tageszeitung versichert die Wirtschaftsministerin Elena Salgado, dass „neue Anpassungsmaßnahmen das Wachstum erschweren“ würden. Doch der EU Wettbewerbskommissar, der Spanier Joaquín Almunia, verlangt, dass angekündigte Maßnahmen wie die Renten- oder Sparkassenreform auch umgesetzt würden, um „Zweifel aus dem Weg zu räumen“. Die Tageszeitung schließt damit, dass alle Augen weiterhin auf Spanien gerichtet seien in der Erwartung, dass es unter dem wachsenden Druck handele.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.