„Für Provisionen gestorben?“ fragt sich L’Humanité angesichts der jüngsten französischen „Staatsaffäre“. Acht Jahre nach dem Attentat vom 8. Mai 2002, bei dem elf französische Ingenieure der Marine-Werft DCN in Pakistan getötet wurden, richtet sich das Augenmerk der Ermittlung auf die seit langem von den Opferfamilien vertretene These. Die Explosion stünde in Zusammenhang mit möglichen „Retrokommissionen [eine illegale Praxis, bei der der Verkäufer hohe Kommissionen an Mittelsmänner zahlt, um später einen Teil der Summe selbst einzubehalten], die beim Verkauf von U-Booten an Pakistan gezahlt worden seien, um damit die Präsidentschaftskampagne von Edouard Balladur [gegen Jacques Chirac 1995] zu finanzieren, dessen Sprecher Nicolas Sarkozy war“, schreibt die kommunistische Tageszeitung. Die Familien der Opfer vermuten, dass der Anschlag von Karachi durch die von Präsident Chirac verordnete Einstellung der versprochenen Zahlungen ausgelöst wurde.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.