„Marokko hat El-Ajun mit Hilfe eines Netzes von Denunzianten unter Kontrolle“, titelt die Tageszeitung El Mundo. Sie berichtet über die „eiserne Überwachung“, die Rabat der Hauptstadt der Westsahara in Folge der Unruhen auferlegt hatte, die nach der Räumung des Flüchtlingslagers der Sarauis in Gdim Izik am 8. November ausgebrochen waren. Die gewaltsamen Zusammenstöße hatten zu elf Toten bei den marokkanischen Sicherheitskräften und zu einer unbekannten Zahl von Opfern bei den Sarauis (zwischen zwei und vier laut Rabat, 36 laut der Befreiungsbewegung Polisario) geführt. Zu den Toten zählt auch ein spanischer Staatsangehöriger. Die Tageszeitung erinnert auch an die von Marokko bis zum 21. November auferlegte Nachrichtensperre, die ausländischen Journalisten den Zugang zu der ehemaligen spanischen Kolonie, die Rabat 1976 annektierte, untersagt. Die Journalisten würden die Befreiungsbewegung unterstützen und damit diplomatische Spannungen mit Madrid auslösen. Die spanische Regierung dagegen weigerte sich, den Angriff der marokkanischen Sicherheitskräfte zu verurteilen, um die guten Beziehungen zu Marokko nicht zu gefährden.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.