„PO gewinnt, PiS gestärkt“, titelt die Gazeta Wyborcza am Tag nach den polnischen Kommunal- und Regionalwahlen. Nachdem 90 Prozent der Stimmen ausgezählt wurden, führt die Bürgerplattform (PO) mit 31,4 Prozent vor der wichtigsten Oppositionspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS), die 23,1 Prozent erzielte. Der Bund der Demokratischen Linken (SLD) schaffte 15,7 Prozent, und die Polnische Bauernpartei (PSL) 15,3 Prozent der Stimmen. Die Kandidaten der Bürgerplattform haben in vielen Großstädten gewonnen, unter anderem in Warschau. Dagegen war die PiS vor allem im ärmeren östlichen Teil des Landes erfolgreich. Laut Gazeta Wyborcza stehen die Wahlergebnisse im „Gegensatz zu den Meinungsumfragen. Die PO sei weder so stark, noch sei die PiS so schwach“. Die Folge: Polen „bleibt grundlegend gespalten“. Und es scheint so, als würde sich vor den Parlamentswahlen im nächsten Jahr daran auch nichts ändern.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.