Der Casalesi-Clan – einer der einflussreichsten Clans der neapolitanischen Camorra – wurde mit der Festnahme von "Pate" Antonio Lovine am 17. November "mitten ins Herz getroffen", berichtet La Repubblica. Der seit fünfzehn Jahren flüchtige 46-jährige Lovine trägt den Beinamen "o ninno" (das Kind), weil er bereits in sehr jungen Jahren zur Spitze der kriminellen Organisation gehörte. Wie Roberto Saviano im römischen Tageblatt schreibt, übernahm Lovine nach der Verhaftung der anderen Mafiabosse die Leitung der Organisation. Der Autor des investigativen Buches Gomorrha weist ebenso darauf hin, dass sich Lovines Interessen (die vom Drogenhandel bis hin zum Baugewerbe reichten) ganz besonders über Norditalien erstreckten, auch wenn er in der nicht weit von Neapel entfernten Kleinstadt Casal di Principe verhaftet wurde. Schließlich sei Norditalien "das Zentrum mafiöser Investitionen", in welchem "die Mafiosi versuchen, Kontakte zu den politischen Entscheidungsträgern aufzubauen."
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.