"'Herman Van Rompuy ist nicht der Präsident der Europäer'", titelt Le Soir. Ein Jahr nach der Ernennung des ersten ständigen Präsidenten des Europäischen Rats, zieht die belgische Tageszeitung Bilanz. Im Sturm der Finanzkrise "hat er seinen ganzen Pragmatismus eingesetzt, um die Wogen zwischen Angela Merkel und Nicolas Sarkozy zu glätten", doch "den Dialog mit den Menschen in Europa hat er vernachlässigt und er weigert sich, die Werte Europas zu verkörpern", meint das Blatt. "Ich bin der Präsident des Europäischen Rats, nicht der der Europäer", erklärt Van Rompuy. "Für jedermann sichtbar hat jedoch das politische Gewicht des Europäischen Rats zugenommen", meint Le Soir "und die Verfechter der direkten zwischenstaatlichen Zusammenarbeit, des 'Intergourvementalismus', sind heute zahlreicher denn je."
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.