„Fillon, Hyper-Premierminister“, lautet die Schlagzeile auf dem Titelblatt der Tribune am Tag nach der Kabinettsumbildung durch „Hyper-Präsident“ Nicolas Sarkozy. Das Wirtschaftsblatt urteilt, dass der im Amt bestätigte François Fillon „nicht aus dem Amt zu drängen“ war und verweist auf dessen Komplementarität mit Staatschef Sarkozy. Mit der Kabinettsumbildung, die bereits im März angekündigt wurde, endete ein achtmonatiges Gezerre und Gezeter, erklärt Libération. Für die Pariser Tageszeitung „gebar der Kommunikationsberg ein politisches Mäuschen.“ Nur wenige neue Gesichter kamen ins Regierungsteam. „Eher Kontinuität als Wandel“, urteilt das linksliberale Blatt. Und: „Es ist offiziell Schluss mit der Politik der Öffnung (nach links). Das verkleinerte Team von Getreuen ähnelt eher einem Wahlkampfteam mit Blick auf die Präsidentschaftswahlen 2012, denn einer Regierungsmannschaft.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.