„Ein Etappensieg.“ So beschreibt To Ethnos das Ergebnis der Kommunal- und Regionalwahlen vom 14. November. Die Regierungspartei PASOK von Premier Giorgos Papandreou kann zufrieden sein. Sie gewann acht von dreizehn Regionen und stellt den Bürgermeister von Athen. „Obwohl das Land in der Krise ist, und trotz aller Sparmaßnahmen, haben die Griechen der Regierungspartei ihr Vertrauen ausgesprochen“, notiert das linksliberale Blatt. Die Zeitung erinnert daran, dass der Regierungschef die Wahlen zum Test für seinen Sparkurs erklärt hatte. Zwischenzeitlich sind die Vertreter der „Troika“ (EU-Kommission, EZB, IWF) in Athen angekommen, um die Umsetzung des Sparplans zu prüfen und zu klären, ob sie grünes Licht für die Auszahlung der dritten Tranche des 110- Milliarden-Kredits geben werden.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.