„Wir haben sie ausgepfiffen“, titelt die Gazeta Wyborcza und bezieht sich dabei auf die Anhänger der extremen Rechten und ihre linken Gegner während der Feierlichkeiten zum 11. November, dem polnischen Unabhängigkeitstag. Die Teilnehmerzahlen an beiden Demonstrationen erreichten Rekordhöhen: rund 2000 Mitglieder des Nationalradikalen Lagers (ONR) standen einer 3000 Personen starken Koalition aus Feministen, Antifaschisten, Homosexuellen und Links-Sympathisanten gegenüber. Letztere hatten auf Rat der Gazeta Wyborcza Trillerpfeifen mitgebracht, um die Slogans ihrer Gegner zu übertönen, und versperrten ihnen den Weg, wobei es zu kleineren Handgemengen und einigen Verhaftungen kam. „Die Tendenz zum Nationalismus ist in Europa steigend, sie ist in Polen angekommen“, warnt die liberale Tageszeitung.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.