„Der französische Börsenindex CAC 40 zerstört Beschäftigung“: Libération hat die Bilanzen der größten französischen Unternehmen unter die Lupe genommen und zeigt, dass diese in den vergangenen fünf Jahren rund 40.000 Arbeitsplätze zerstört haben. Gleichzeitig stiegen die Gewinne, und die Großunternehmen kassierten mehrere zehn Milliarden Euro Staatshilfen in Form von Steuervorteilen. Die Tageszeitung empört sich, dass ausgerechnet die „Industrieriesen Staatshilfen verschlingen“. Sie würden „ungeniert weiter deregulieren, um die Gewinnspanne zu erhöhen, aber gleichzeitig vom Staat unverschämte Steuervorteile einfordern.“ Diese indirekten Subventionen stellten für die Staatskasse einen Fehlbetrag von 172 Milliarden Euro pro Jahr dar, hebt das Blatt hervor. „In einer Zeit, in der Staat ,pleite‘ ist und sparen muss, stellt sich die Frage, wie diese Milliarden besser genutzt werden können.“
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.