„Wach auf, Italien“, titelt die italienische Ausgabe von Wired. Das Blatt startet eine Kampagne für schnelle Breitband-Internetzugänge weltweit. Das Angebotsoligopol in der Telekom-Branche, in der sich nur eine handvoll Anbieter den Markt teilt, führt dazu, dass die Betreiber kein Interesse an den nötigen Investitionen haben. In Italien geht deshalb der Ausbau des Glasfasernetzes nur schleichend voran, und das Land liegt laut einer Studie der Akamai-Foundation in der Übertragungsgeschwindigkeit nur auf Platz 42. Dabei wäre, meint das Magazin, der Ausbau des Breitbandnetzes ein wirksamerer Motor für die Konjunktur als die gigantischen, von der Regierung geplanten „Großbaustellen“ (wie die Brücke über die Straße von Messina). Die EU-Kommission schätzt in der Tat, dass der Ausbau des Breitband-Internets auf ganz Europa bis 2015 zwischen ein und zwei Millionen Arbeitsplätze schaffen könnte. Das wäre das Ende der „digitalen Kluft“ zwischen den reichen und den ärmeren, weniger „verkabelten“ Regionen.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.