Während der Castor-Transport, der am 5. November in Frankreich startete, am Morgen des 9. verspätet in Gorleben eintraf, während die letzten 3000 Demonstranten von der Straße geholt waren und erschöpfte Polizisten sich über ihre Rolle als „Handlanger der Politik“ beklagen, titelt die Süddeutsche Zeitung: „Atommüll soll nach Russland.“ Nach Informationen der Münchner Tageszeigung bereitet Berlin ein entsprechendes Regierungsabkommen für drei Transporte vor. 18 Castoren mit Atommüll aus einer ehemaligen DDR-Kernforschungsanlage, die seit 2005 im niedersächsischen Ahaus lagern, sollen nach Majak im Südural transportiert werden. Die von den Protesten neu gestärkten Grünen kritisierten den Plan, der nach dem Prinzip „billig vor sicher“ vor allem Geld für die Zwischenlagerung sparen solle.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.