„Wohngeldkürzungen werden die Armen aus dem Süden vertreiben“, titelt der Guardian. Infolge des britischen Sparhaushalts vom 20. Oktober warnt eine neue Studie davor, dass in den kommenden zehn Jahren „große Teile Südenglands für Wohngeldempfänger nicht mehr zugänglich sein werden“. Als Teil der 81 Milliarden Pfund (94 Mrd. Euro) umfassenden Kürzungen setzte die Regierung die wöchentliche Beihilfe auf maximal 250 Pfund (290 Euro) für eine Dreizimmerwohnung und maximal 400 Pfund (463 Euro) für ein Fünfzimmerhaus an. Londons berühmt-berüchtigte hohe Mieten werden so hoch steigen, dass ein großer Teil des Einzugsbereichs der Hauptstadt bis 2025 zur „Tabuzone“ wird, kündigt die Studie an und sieht eine massive Migration der armen Bevölkerung in den von der Arbeitslosigkeit besonders geplagten Norden voraus. Die vorgeschlagenen Kürzungen lösten bereits den Zorn des Londoner Bürgermeisters Boris Johnson aus, der sie mit einer „Kosovo-ähnlichen sozialen Säuberung“ verglich.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.