„Ich musste entscheiden, ob wir die Führung der ETA aufsprengen. Ich habe nein gesagt. Und ich weiß nicht, ob das richtig war.“ Dieser Satz von Felipe González läuft quer über die Titelseite von El País, die ein langes Interview mit dem ehemaligen sozialistischen Ministerpräsidenten veröffentlicht. González spricht darin über seine „einzige Gelegenheit, [...] den Befehl zur Abrechnung mit allen führenden Köpfen“ der baskischen Terrororganisation zu geben, und zwar anlässlich einer Geheimversammlung, die Ende der 80er Jahre in Frankreich stattfand, als die ETA in Spanien besonders gewalttätig war. El Mundo sieht darin allerdings González’ stillschweigendes Geständnis, er habe „den ‚schmutzigen Krieg’ kontrolliert“, den die GAL, eine paramilitärische spanische Geheimorganisation, deren Existenz Anfang der 90er Jahre durch die konservative Tageszeitung enthüllt worden war, gegen die ETA führte.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.