Während der Irish Independent den bevorstehenden neuen Staatshaushalt vom 7. Dezember als ein „Sechs-Milliarden-Euro-Blutbad“ ankündigt, titelt die Irish Times über „Brutale Zusammenstöße bei Studentenprotest“. Entgegen der allgemeinen Auffassung, das wirtschaftlich angeschlagene Irland habe die gewaltigen Sparmaßnahmen mit passiver Resignation hingenommen, kamen gestern in Dublin 25.000 Studenten zusammen, um gegen die Erhöhung der Studiengebühren zu protestieren. Doch die „größte Studentenprotestaktion dieser Generation wurde durch brutale Zusammenstöße untergraben“, berichtet die Dubliner Tageszeitung. Die Union of Students in Ireland macht linksradikale Gruppen für die „destruktive und antisoziale Gewalt“ verantwortlich, als 50 Protestierende sich Zutritt zum irischen Finanzministerium verschafften.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.