„Frankreich-China: Die Versöhnungsverträge“, titelt Les Echos am ersten Tag des Staatsbesuchs des chinesischen Präsidenten Hú Jǐntāo in Frankreich. Die französischen Industriellen erwarten „eine Flut von Verträgen“. Jedoch „gehen sie wie auf rohen Eiern“. In China „sind alle Unterschriften für Großverträge von den politischen Spitzen abhängig“, schreibt die Wirtschaftszeitung. Als Sarkozy den Dalai Lama 2008 traf, verweigerte Peking die Unterzeichnung mehrerer großer Verträge. Das Elysée versucht wieder gute Beziehungen zu China herzustellen. Kürzlich erkennbar wurde dies „anlässlich der Verleihung des Friedensnobelpreises an den inhaftierten chinesischen Dissidenten Liu Xiaobo“, kommentiert Les Echos und erinnert daran, dass Experten damals „auf das beredte Schweigen des Elysée-Palastes“ hingewiesen hatten.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.