„Berlusconi beleidigt Homos“, titelt La Repubblica. Die italienische und internationale Öffentlichkeit verdaut noch die Enthüllungen über eine weitere minderjährige "Freundin", da katapultiert sich der italienische Regierungschef mit einem seiner schon zum Markenzeichen gewordenen Witze wie: „Lieber schöne Mädchen als homosexuell“ in noch gefährlichere Gewässer. Mitten im Protestgeschrei von Homosexuellen erklärte nun ein weiteres Escort-Girl vor Staatsanwälten, dass sie mit Berlusconi bezahlten Geschlechtsverkehr hatte. Sie sagte aus, dass der Ministerpräsident sie und andere Mädchen zu einer Party in seiner Villa eingeladen hatte, zu der ihnen Drogen und Geld angeboten wurden, bevor sie sich mit ihrem Gastgeber im Whirlpool vergnügten. Während die Berater Berlusconis sämtliche Umstände leugnen, droht der Regierungschef damit, sein umstrittenes Abhör-Gesetz zu verschärfen: Medien, die beleidigende Themen behandeln, könnten dann bis zu dreißig Tage geschlossen werden.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.