Vier kleine Paketbomben explodierten innerhalb von 48 Stunden, davon drei in Athen und eine in Bologna in einem Flugzeug, „etwa zehn weitere, an ausländische Botschaften oder an den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy adressierte Paketbomben wurden entschärft, Griechenland ist in Alarmbereitschaft“, berichtet Ta Nea. Eines der Pakete soll sogar bis ins deutsche Kanzleramt gelangt sein. Die Tageszeitung titelt über die „Todeskuriere“, fünf von der Polizei gesuchte Männer. Sie sollen zu anarchistischen Gruppierungen gehören, die nach den Ausschreitungen von 2008 gegründet wurden, wie etwa die „Konspiration der Zellen des Feuers“ oder die Sekte der Revolutionäre, „zwei linksextremistische Splittergruppen, von welchen die eine [die Sekte] nur ein einziges Ziel hat: Töten“, wie die linksliberale Tageszeitung erklärt.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.