Am 8. Mai 2002 starben bei einem Anschlag in Karachi elf französische Ingenieure und Techniker der DCN (Abteilung für Schiffsbau). Von Anfang an konzentrierten sich die Ermittler auf eine islamistische Spur. Seit einigen Tagen jedoch, berichtet Libération, gilt ein anderes Szenario als wahrscheinlicher: nämlich das einer Vergeltungstat des pakistanischen Geheimdienstes, nachdem Paris sich geweigert habe den zuständigen Stellen in Islamabad Kommissionen zu zahlen, die am Rande eines 2004 unterzeichneten U-Boot-Geschäfts versprochen worden waren. Die linksliberale Zeitung fügt an, das diese Möglichkeit bereits am Folgetag des Attentats erwähnt, dann jedoch nicht weiter verfolgt worden war. Präsident Nicolas Sarkozy habe sie als "lächerlich und grotesk" bezeichnet. "Es ist höchste Zeit, dass Frankreich sich wappnet, um die Wahrheit über dieses Attentat ans Licht zu bringen. Niemand kann sich mit einer präsidialen Gereiztheit zufrieden geben, die nah an der Unanständigkeit entlang schrammt", meint Libération.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.